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Bauen ist Kampf gegen Wasser - Verfahren der Feuchtemessung

Diese alte Regel zitierten schon viele Baumeister in der Literatur. Die Feuchte zieht sich in vielfältiger Form gewollt oder nichtgewollt durch das Bauwerk und dessen Bauteile. Die häufigsten Ursachen sind Ihnen in Form von Leckargen, als Schimmelpilz –u. Bauschwammausbreitung bekannt.

Die Qualität von Bauteilen wird in Bezug auf Verarbeitbarkeit und Energieaufwand von der Feuchtigkeit beeinflusst.

In der Bauwerksdiagnose sind verschiedene Verfahren zur Feuchtemessung möglich.

Das Gutachterbüro Grahmann GmbH verfügt seit Januar 2009 über neueste Messgeräte zur genauen Analyse des Ist-Zustandes von Baukonstruktionen und Baumaterialien sowie das Sichtbarmachen von Materialfeuchte, Klimazuständen und Leckagen, auf Basis von Mikrowellen – Feuchtemessungen.

Hier werden schnelle, prozessnahe und feldtaugliche Lösungen oder statistische Feuchtemessungen aus vielen Einzelmessungen zerstörungsfrei arbeitend realisiert.

Sie werden sich die Frage stellen, wie funktioniert dieses Mikrowellen – Feuchtemessverfahren. Hierzu einige Erläuterungen. Dieses Messverfahren gehört zur Kategorie der dielektrischen Messverfahren. Grundlage ist hierbei , die dielektrische Eigenschaft des Wassers. Wasser ist ein polares Molekül. Die Ladungsschwerpunkte von Wasserstoff- und Sauerstoffionen fallen innerhalb des Moleküls örtlich nicht zusammen. Diese bilden einen Dipol. Daher richtet sich das Wassermolekül in einem von außen angelegten elektrischen Feld aus, es ist polarisiert. Wird nun ein elektromagnetisches Wechselfeld angelegt, dann beginnen die Moleküle mit der Frequenz des Feldes zu rotieren. Bei hohen Frequenzen können nur noch die Wassermoleküle dem anregenden Feld folgen. Der dielektrische Effekt ist bei Wasser sehr stark ausgeprägt, bei den meisten Feststoffen jedoch sehr viel kleiner. Wegen des großen Unterschiedes zwischen diesen Werten lassen sich auch sehr kleine Wassermengen schon gut detektieren.

Dieses Messverfahren eignet sich hervorragend zur Feuchtemessung an Baustoffen und Bauwerken.
So können Messungen nach Wasserschäden, begleitend während der Bautrocknung, Estrichtrocknung und Estrichdämmschichttrocknung, durchgeführt werden. Ursachen für Schimmelpilz in Wohnungen können mit Hilfe dieser Feuchtemessungen geklärt werden.

Mit der Durchführung der Mikrowellen - Feuchtemessung können zum Teil tausende Euro eingespart werden. Mitunter wird die wirtschaftliche Bedeutung der Messtechnik bei Feuchtigkeitsproblemen in der Industrie, im Wohnungsbau oder als Teil der Schadensanalyse unterschätzt. Mit diesem Messverfahren, zerstörungsfrei an der Oberfläche und im Volumen (Eindringtiefe 30 cm) sind die besten Voraussetzungen geschaffen sowohl die Relativ – als auch Absolutfeuchte (materialabhängig) in Echtzeit zu bestimmen.

Die Dokumentation kann in graphischer und tabellarischer Art erfolgen. Mittels Matrixfunktion sind Rastermessungen möglich, wodurch sich die Verteilung der Feuchte im Messuntergrund sehr gut detektieren und visualisieren lässt. Ein wesentlicher Vorteil ist deutliche Verbesserung betreffs Diagnose und Bewertung von Feuchteschäden, verbunden mit einer erheblichen Minderung des Zeitaufwandes beim Messen. Mit der zerstörungsfreien Prüfung entfallen die aufwendigen Untersuchungen und Bauteilöffnungen im Untergrund.

Die Mikrowellen – Feuchtemessung gehört ab Januar 2009 zum Standardprogramm des Gutachterbüros Grahmann GmbH .

Nutzen Sie unser messtechnisches Know-how bei der Feuchtemessung!

Feuchteverlauf auf einer Fläche
Feuchteverlauf auf einer Fläche

Zur Überprüfung von Teilbereichen der Flächenabdichtung und zur Bestimmung der Restfeuchte und damit zur Ermittlung von möglichen Wegsamkeitsbereichen wurden Messungen mit dem Mikrowellenmessverfahren Moist 300 durchgeführt.

Vor Beginn der Messung wurden 1-5 Messfelder eingeteilt. Die Flächen wurde auf die Restfeuchteverteilung in der Oberfläche (2-3 cm) , in der Zwischenschicht 9-11 cm und im Untergrund (20-30 cm) untersucht.

Die Messflächen wurden im Messmodus Restfeuchte F1 Index aufgenommen. Dieser gibt die feuchteabhängige Mikrowellen- Reflektivität des Untergrundes wieder und stellt die Restfeuchte im Untergrund fest. Die Restfeuchte ist ein Maß dafür, ob ein Stoff trocken oder feucht ist. Für die anstehende Messaufgabe bedeutet niedrige Restfeuchte in Relation zur jeweiligen Messumgebung „trocken“, hohe Restfeuchte in Relation zur jeweiligen Messumgebung „feucht“. Dabei wurde die Eigenfeuchte des Untergrundes bezogen auf das Material eingegeben.

Die Messungen wurden systematisch im Raster von 10 bzw.50 cm aufgenommen und in den beigefügten Anlagen grafisch dargestellt. Alle Messungen sind in Draufsicht dargestellt.


Typisch sind die hohen Konzentrationen im L 01.Die hellblauen Bereich sind undicht. Die Ablagerung erfolgt in L 02 und L 03. Die Feuchte entweicht über die Decke in den Kellerbereich.

Typisch sind die hohen Konzentrationen im L 01.Die hellblauen Bereich sind undicht. Die Ablagerung erfolgt in L 02 und L 03. Die Feuchte entweicht über die Decke in den Kellerbereich.